Sonntag, Mai 06, 2007

Panel der Woche


aus "Punisher War Journal #6 von Matt Fraction und Ariel Olivetti / Marvel Comics

Sonntag, April 01, 2007

Mittwochsausbeute²

Krankeheitsbedingt war diesen Mittwoch die Ladung von zwei Wochen fällig und auch diesmal hab ich bis jetzt nur den "Mainstream" geschafft.

Bis auf The Walking Dead, das ich immer noch als eines der ersten lese, wenn es denn mal dabei ist (Kirkman verspricht aber das der Titel ab jetzt wieder monatlich erscheint). Verdient hat es meine Aufmerksamkeit nach wie vor, selbst wenn die Protagonisten mal wieder viel zu ausführlich über ihre Befindlichkeiten quatschen, was so gehäuft etwas unrealistisch anmutet. Szenen wie die zwischen Rick und Martinez, die einen wesentlich interessanteren Blick in menschliche Abgründe gewähren als die viel diskutierte "Skandalszene" der Ausgabe #33, reißen es aber wieder raus. Und Zeichner Charlie Adlar wird tatsächlich nach wie vor jede Ausgabe besser.

Im direkten Vergleich zwischen The Amazing Spider-Man und The Sensational Spider-Man (puh, beinahe ohne Bindestrich geschrieben, wenn das John Byrne gesehen hätte) geht Roberto Aguirre-Sacasas Sensational eindeutig als Sieger hervor. Das ist der Spider-Man meiner Kindheit, mit klassischen Gegenspielern die auch noch sinnhaft und nachvollziehbar eingesetzt werden. Wenn es allerdings bei zwei regulären Zeichnern für die Serie immer noch Fill-In Zeichner geben muss läuft irgend etwas nicht richtig. Amazing Spider-Man #539 ist keinesfalls schlecht, nicht zuletzt wegen des wirklich sehr guten Zeichners Ron Garney der in seinen besten Momenten an John Romita jr erinnert. Und schließlich ist Amazing auch der Titel in dem die wichtigen Spider-Man Stories, die großen Ereignisse stattfinden. Aber letztendlich bringt Straczynski den Helden im Verlauf des Heftes nur von A nach B, was dazwischen passiert ist nicht wirklich relevant. Und das ist, vor allem im Gegensatz zur für heutige Verhältnisse relativ hohen Ereignisdichte in Sensational, doch etwas unbefriedigend.

Eine hohe Ereignisdichte die schon fast an die alten Tage von Lee und Kirby erinnert gibt es auch im aktuellen Fantastic Four, was die Serie vorerst mal davon bewart von meiner Aboliste zu fliegen. Warum allerdings niemand bei Marvel Michael Turner das Cover um die Ohren schlägt kann ich nicht verstehen. Seine Interpretation von Ben Grimm, die eher an Liefelds Thing Rip-Off Badrock erinnert ist einfach falsch.

Sprechende Hunde, Kinderagenten, Dinosaurier-Cyborgs. Ich hab keine Ahnung wo Brian Azzarello mit Wildstorms Deathblow nach dem Relaunch hin will, aber ich warte mal die erste Storyline ab. Vielleicht gibt es zum Abschluss ein paar Antworten.

In Daredevil startet eine neue Storyline und für mich wirkt es wie Brubakers tatsächliches Seriendebut. Endlich hat er sich von allen Altlasten (Bendis' Gefängnis-Cliffhanger, Civil War) befreit und kann sich losgelößt von Zwängen die ihm Teile der Story diktierten, entfalten. Nach wie vor die für Außenstehende vielleicht empfehlenswerteste Marvel Serie da sich weder das Team Bendis/Maleev noch aktuell Brubaker/Lark große Ausreißer nach unten erlaubt haben und auch keine Kenntnis des Marvel-Universums nötig ist um sich zurecht zu finden.

Donnerstag, März 22, 2007

Ich geb Gas, ich will Spaß

Es ist nicht gut bestellt um die Alleinherrschaft der Superhelden. Zwar sind wir noch weit davon entfernt sagen zu können ihre Tage seien gezählt, aber der Platzhirsch muss sich mehr und mehr das Revier bzw. Regal mit Titeln teilen deren Storys sich nicht um Menschen mit Superkräfte in Kostümen drehen. Eine sehr zu begrüßende Vielfalt hat die letzten Jahre Einzug gehalten. Zombies, Roboter, Piraten, Zombies, Journalisten, Agenten, Schädlingsbekämpfer, Zombies und noch mehr Zombies.
Diese Liste wird nun erweitert, und zwar ausgerechnet um Autos. Muscle Cars, um genau zu sein. Wer jetzt Pixars letzten Kinofilm vor Augen hat sollte seine Assoziation etwas in Richtung MadMax korrigieren. Ebenso wie die Filme die Hollywoods neuen Vorzeigeantisemiten und Schluckspecht Mel Gibson den Weg zu stundenlangem Leinwandbombast ebneten spielt auch Larry Young und Jon Proctors erste gemeinsame Serie
Black Diamond in nicht all zu fernen Zukunft. Eine Zukunft in der die US Regierung aus Angst vor Terroranschlägen den Flugverkehr abgeschafft hat und statt dessen ein Superhighway, der Black Diamond, das Land verbindet. Auf eben diesen, von PS-starken Wegelagerern und getunten Drogendealern bevölkerten Highway muss sich der Held der Geschichte begeben um seine entführte Frau zu befreien. Ja, erwischt. Am Ende geht es doch wieder nur um Menschen.
Dennoch finde ich das Konzept interessant genug um mir zumindest diese erste, 6-teilige Miniserie ins Abo zu nehmen (das bereits 2005 erschienene Einzelheft The Black Diamond: On Ramp vom selben Team ist mir durch die Lappen gegangen).
Ob das ganze jetzt richtig Gummi auf der Straße lässt oder eher der tuschegewordene Opelclub ist kann ich dann im Mai sagen.

Erscheinen soll die erste Ausgabe der 6-teiligen Miniserie im Mai 2007, vorzubestellen ist das ganze jetzt bei eurem Comicdealer aus dem (gerade noch aktuellen) Previews März. Seite 222.
AIT/Planetlar.Vollfarbig. 32 Seiten. $2.95

Samstag, März 17, 2007

Die eine von der Tank-Stelle


So gehen schlechte Überschriften. Aber zum Thema. Zum ersten mal seit über zehn Jahren erscheint eine neue Tank Girl Miniserie. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht mehr gerechnet, man kann also schon fast von einer Reunion sprechen. Allerdings nur in halber Originalbesetzung, den während Autor Alan Martin in der Zwischenzeit seiner Kreation treu geblieben ist und an einer Tank Girl Novelle (die auch 2007 erscheinen soll) geschrieben hat ist Zeichner Jamie Hewlett schon länger auf zu neuen, erfolgreicheren Ufern.
Sein Ersatzmann ist weit mehr als nur das und der eigentlich Grund warum ich Tank Girl: The Gifting in mein Abo nehmen werde: Ashley Wood. Auf den ersten Blick hat sein skizzenhafter Stil in vorwiegend Grau- und Brauntönen nur wenig mit Hewletts knallbunten und überdrehten Comiczeichnungen voller Details zu tun aber wenn man bedenkt das es bei Tank Girl immer um das Brechen von Konventionen ging (und wohl nach wie vor geht, Martin verspricht alleine für Ausgabe #1 sechs verschiedene Storys auf 32 Seiten) ist Wood die perfekte Wahl.
Und auch Martins Vorstellung von einem unkonventionellen Comic ist nicht stehen geblieben wie man seiner Aussage zum Cover der ersten Ausgabe von The Gifting entnehmen kann:
"We were concerned that she didn't make her re-appearance in the same, tired old clothes that she bowed out in some twelve years ago. What was alternative, upsetting, anarchic, and just plain odd-ball back then has since become common place. Mainstream media smothers us daily with punky chic, and modern day babies can be seen sporting spikey hairdos and Travis Bickle T-shirts. The uniform of the cultural revolutionary has been sold to The Man. So how to rebel? How give the finger to the fashion fascists? Normal is the only way ahead. Dress like a high school teacher from the mid-eighties, or pick clothes from your boring aunty's wardrobe. The only way left to rebel is to dress like you're not rebelling."

Wunderbar. Der IDW typische Preis ist zwar etwas happig aber dafür ist die Aufmachung in der Regel vergleichsweise liebevoll.

Erscheinen soll die erste Ausgabe der 4-teiligen Miniserie im Mai 2007, vorzubestellen ist das ganze jetzt bei eurem Comicdealer aus dem (noch aktuellen) Previews März. Seite 305.
IDW Publishing.Vollfarbig. 32 Seiten. $3.99

Donnerstag, März 15, 2007

Mittwochsausbeute

Wenn es damit weitergeht, dass ich mir den Trash zuerst gebe um den guten Stoff für später aufzubewahren dann verschimmelt dieser bald mangels Zeit unverdient in der noch-zu-lesen-Kiste. Keine gute Entwicklung in meinem Leseverhalten. Mal unbedingt im Auge behalten.

Diesmal dabei war mein erstes The New Avengers und irgendwie bin ich trotz sorgfältiger Planung beim zweiten Teil des Revolution-Storyarcs gelandet. Egal. Wozu macht Marvel Recap-Seiten.
Mit Blick auf die Mighty Avengers der letzten Woche kann man also sagen Bendis teilt die Avenger in Civil War Gewinner und Verlierer. Macht mehr Sinn als Ost- und West-, Home- und Away- oder was für Teamaufteilungen es sonst schon gab. Eine gute Idee. Eine schlechte Idee hingegen ist dass sein Spider-Man nervt. Und das mit voller Absicht. "Seht wie Spider-Man die anderen Avenger nervt" ist wohl das Ziel, "seht wie nervig Bendis Spider-Man schreibt" aber leider das Ergebniss. Stört meinen Lesefluss.

Eine weitere Premiere gab es im Punisher War Journal. Matt "Casanova Schreibergott macht mich selbst Iron Fist kaufen" Fraction enttäuscht erstmals. Die Grundidee ist clever (der Mann hatte ja schließlich keine Lobotomie), die Sache mit Cap wurde wunderbar eingebunden, die Dialoge sind überdurchschnittlich....ABER irgendwie werde ich das Gefühl nicht los hier musste nach Caps Tod auch noch ein Monat totgeschlagen werden bevor es mit wasauchimmer weiter gehen kann. In den ersten zwei Dritteln des Heftes scheint auf jeder Seite das selbe zu passieren. Bitte nächsten Monat etwas mehr anstrengen.

"Bang! Zack! Boing!"-Verbrechen

Angeklagter: Guardian Unlimited Network
Beweisstück #1: http://arts.guardian.co.uk/art/news/story/0,,2029004,00.html

Donnerstag, März 08, 2007

Panel der Woche*


aus "The Punisher presents Barracuda" #1 von Garth Ennis und Goran Parlov / Marvel Comics